Freitag, 20. Januar 2017

ROCKIE JACKSON Baby, Let's Play House EP 1960

ROCKIE JACKSON Baby, Let's Play House EP, ELITE 45 EPA 1347, 1961.

ROCKIE JACKSON Baby, Let's Play House EP, DONAULAND 1212, 1960.

http://ul.to/oxqqkqdh

Dank GAP können wie die legendärste aller Rockie Jackson Scheiben nun komplett posten...und dazu gleich die Story:

"Erhard Jungnikl wurde am 21. August 1940 in Wien geboren. Gitarre spielte er seit seinem Militärdienst und er verschrieb sich zunächst der Country-Musik. Das Bundesheer bescherte ihm durch einen Kollegen Kontakte zur Wiener Musikerszene. Nach ersten Versuchen war er bald als ´Österreichs Hillbilly-Sänger Nummer 1´ bekannt und in allen Bundesländern mit Auftritten präsent. Neben diversen Elvis-Songs hatte er Hillbilly im Repertoire. Aber gerade die Lieder von Elvis kamen sehr gut im Publikum an. Nach einer erfolgreichen Veranstaltung winkte ELITE SPEZIAL mit einem Plattenvertrag, aber das Repertoire bestand vorwiegend aus Teenager-Coverversionen bekannter deutscher Interpreten. Es gab acht Elite Special-Singles 1959/60, die ihm etwas Geld bescherten. Mit diesem Geld ging er auf die Wiener Universität und studierte Journalistik. Er bat vorher die Verantwortlichen bei Elite Special, amerikanische Lieder einspielen zu dürfen. Nach langem Drängen gab es einen Kompromiss: aus finanziellen Beweggründen wurden ihm keine Musiker zur Seite gestellt, so dass Rockie Jackson in einer einzigen Recording-Session am 28. Juni 1960 im Austrophon-Studio in Wien acht US- Originale zur eigenen Gitarrenbegleitung sang, die auf zwei EPs herauskamen. Diese EPs gab es zunächst bei Donauland, ehe auch Elite Special ein Jahr später (1961) beide EPs neu veröffentlichte".


"Es gab Auftritte im österreichischen Fernsehen, eine Tournee in die DDR und 1961 noch eine abschließende Single auf Amadeo Records. Nachdem er auch die Wiener Filmakademie besucht hatte, wurde aus Erhard Jungnikl ab 1967 ein Dokumentarfilmer, der danach als freier Regisseur, Drehbuchautor und Kameramann arbeitete. Für seine Dokumentarfilme komponierte er natürlich die Musik selber".



Seine Tochter, Sasika Jungnikl schrieb in ihrem Buch 'Papa hat sich erschossen':

»Am 6. Juli 2008 kritzelt mein Vater etwas auf einen mintgrünen Post-it-Zettel. Er steigt die Wendeltreppe hinunter in die Bibliothek und holt seinen Revolver. Dann geht er durch den schmalen Gang hinaus aus unserem Haus in den Hof. Dort legt er sich unter unseren alten großen Nussbaum. Ich weiß nicht, ob er dabei irgendwann gezögert hat. Ich glaube, er wird noch einmal tief eingeatmet haben, als er da lag. Vielleicht hat er sich noch kurz die Sterne angesehen und der Stille gelauscht. Dann schießt er sich in den Hinterkopf. Sein Tod teilt mein Leben in ein Vorher und Nachher.«


Sasika Jungnikl arbeitet arbeitet als Autorin und Journalistin http://www.saskiajungnikl.com/

Ihr literarischer Beitrag zum Thema Suizid ist bemerkenswert. 
MUSIKvonDAHAM wünscht der jungen Autorin alles Gute für ihre Zukunft!

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